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Ein Vorbereitungsworkshop bereitet die zwölf jungen Experten der deutschen Delegation vom 8.-11. Januar 2009 optimal auf den G8 Youth Summit 2009 in Mailand vor.
In Berlin erwartet die zwölf Studenten, neben Geschichte und Politik der G8 vor allem viel Praxis, So wird der Arbeitsstab des deutschen Sherpa und Schirmherrn des Model G8 Germany, Dr. Bernd Pfaffenbach, der gesamten deutschen Delegation am Freitag Vormittag im Bundeswirtschaftsministerium, Einblicke in die Arbeit der Bundesregierung ermöglichen.
Am Nachmittag treffen die jungen Experten, sich mit Vertretern aus den jeweiligen Ministerien, um aus erster Hand die deutsche Position beim realen G8 Gipfel zu hinterfragen.
Bereits seit der Auswahl arbeiten die zwölf deutschen Delegierten an ihren „Position Papers“, die die deutsche Haltung zur G8 Agenda ausformulieren. Die Position Papers bilden die Diskussionsgrundlage für die Treffen mit den G8-Experten aus den Ministerien.
Am Abend steht beim Neujahrempfang ein Get together mit wichtigen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft im Haus der Kulturen der Welt auf dem Programm.
Am Samstag sollen die Positionen verfeinert, die Rhetorik verbessert und die Zusammenarbeit intensiviert werden.
Am Sonntag sollen die Positionen Papers bei einem „NGO-Frühstück“, dann erneut zu Diskussion stehen. Am Mittag steht die europäische Linie im Mittelpunkt der Arbeit. Die deutsche Delegation wird auf den „EUrope's Voice“ Workshop vorbereitet.
Der Head of State ist das Staatsoberhaupt, in Deutschland also die Bundeskanzlerin. Ein Sherpa ist der Chefunterhändler. Heads of State und Sherpa werden in ihren Panels ihre eigene Agenda diskutieren. Sie sind außerdem für das Final Communiqué verantwortlich, welches aus den Entwürfen aller Ministerrunden zusammengestellt wird. Das Communiqué des „Business Summit“ und die Ergebnisse der drei Expertenrunden bilden eigenständige Dokumente.
Ebenso wie im Panel der Heads of State und der Sherpas werden die Minister ein Communiqué verfassen, das auf ihrer jeweiligen Agenda basiert. Diese Communiqués werden vom Panel der Heads of State besprochen und in das Final Communiqué eingearbeitet.
Das Panel der Heads of National Business Association bildet den “Business Summit”, nach dem Vorbild des BDI G8 Business Summit 2007. Es soll die Stimme der Wirtschaft in den G8-Prozess einbringen. Das Panel setzt sich aus Studenten zusammen, welche einen Wirtschaftsverband ihres Landes repräsentieren. Der Ablauf der Diskussionen ist ähnlich wie in den Misterrunden, jedoch entwerfen die Köpfe der nationalen Wirtschaftsverbände eine eigene Abschlusserklärung, um zu verhindern, dass sie mit den Ergebnissen der Ministerrunden in Widerspruch steht. Deutschlands Wirtschaftsverband ist der Bundesverband Deutscher Industrie (BDI).
Es wird drei Panels von Experten geben. Diese Panels werden von Studenten und Unternehmens- oder NGO-Vertretern gebildet. Das Ziel ist nicht ein Communiqué zu erarbeiten, sondern ein kleines Beratungsprojekt vor dem Hintergrund der Themen der Ministerrunden.
Diese Panels werden eine konkrete Empfehlung zu einer speziellen Frage geben. Das könnte z.B. sein: Welchen positiven Beitrag können Finanzinstitute zum Klimawandel leisten? Welche weiteren Anreize können für Unternehmen geschaffen werden, um Emissionen zu senken (Emissionshandel)?